Nach Attacken in Rom: ILGA-Europe fordert besseren Schutz

Die europaweite Lesben- und Schwulenvereinigung ILGA-Europe hat Italien aufgefordert, auf das „hohe Niveau von Homophobie“ zu reagieren und forderte ein neues Gesetz gegen Homophobie.

ILGA-Europe reagiert damit auf mehrere Attacken gegen Homosexuelle, die in den letzten Wochen in Rom geschehen sind. So wurde unter anderen der Schwulenaktivist Guido Allegrezza vor drei Wochen verprügelt. Der 47-Jährige erlitt bei dem Angriff Rippenbrüche, einen Nasenbeinbruch und Augenverletzungen. „Ich spazierte in der Nacht durch einen Park, in dem sich schwule Männer treffen. Sie waren zu viert, sie haben mich attackiert und haben begonnen, mich zu treten. Ich habe versucht zu reagieren, aber ich konnte mich nicht verteidigen“, erzählt Allegrezza dem britischen Portal „Gay Star News“.

„Italien muss internationale und europäische Rechte respektieren, und die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte“, so ILGA-Europe. Derzeit ist Homophobie in Italien – anders als in 16 europäischen Ländern – nicht strafbar.