Regenbogenfahnen auf der Salzburger Staatsbrücke

Zum ersten Mal in der Geschichte Salzburgs wird die Staatsbrücke anlässlich des Christopher Street Day (CSD) mit Regenbogenfahnen beflaggt.

Für Georg Djundja, Landesvorsitzender der sozialdemokratischen Homosexuellenorganisation SoHo ist die Beflaggung „ein wichtiger weiterer Schritt zur Sichtbarkeit der Vielfalt der Salzburger Bevölkerung“. Die SoHo Salzburg hat das Projekt auch initiiert.

„Nach wie vor finden im privaten Umfeld Hänseleien und auch verbale Gewalt statt. Fehlende und nicht zufriedenstellende Gesetze hindern viele Menschen ihr Leben so leben zu können, wie sie es wollen. Der homophobe Wurm steckt noch in zu vielen Details drinnen. Die SoHo Salzburg setzt sich in Salzburg auf gesellschaftlicher und politischer Ebene für die Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen ein“, so Djundja weiter.

Unterstützung bekommt er dabei von Anja Hagenauer, Landtagsabgeordnete und Menschenrechtssprecherin der SPÖ Salzburg. Auch sie will mit der Aktion „bewusst ein Zeichen setzen“: „Gegen Diskriminierung jeglicher Art. Es liegt an der Bevölkerung und der Politik allen Menschen Akzeptanz entgegenzubringen – unabhängig von deren Geschlecht, Herkunft, Weltanschauung oder sexueller Orientierung!“

Der CSD erinnert daran, dass am 28. Juni 1969 schwule Männer nach einer gewalttätigen Razzia im Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street angefangen haben, sich zu wehren – es kam zu tagelangen Straßenschlachten zwischen Schwulen und Polizisten. Diese Krawalle gelten als Geburtsstunde der modernen selbstbewussten Schwulenbewegung.