Finanzstadtrat will HOSI Linz helfen

Die Krise der HOSI Linz beschäftigt nun auch die Politik der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Am Freitag hat der Verein ja bekanntgegeben, dass sie die Miete für das HOSI-Haus in der Linzer Fabriksstraße nicht mehr bezahlen kann und den Mietvertrag deshalb gekündigt hat.

In diesem Zusammenhang übte HOSI-Linz-Sprecher Gernot Wartner auch Kritik an der Politik: „Wie sollen wir denn positiv wirtschaftlich arbeiten, wenn Mitte Juli immer noch nicht feststeht, wie viel Geld wir überhaupt dieses Jahr verplanen können? Da wird jedwede Planung obsolet“, ärgert er sich. Gegenüber den „Oberösterreichischen Nachrichten“ (OÖN) wird er konkreter: „Wir haben mit einer Kultursubvention von 30.000 Euro vom Land Oberösterreich gerechnet. Die bekommen wir aber nicht.“ Auch die Förderzusagen der Stadt Linz seinen wage geblieben, so Wartner.

Das sieht die SPÖ Linz anders. Sie betont in einer Presseaussendung, die Stadt habe bisher „für eine Ausfinanzierung der Vereinstätigkeiten gesorgt“. Der für Finanzen zuständige Stadtrat Johann Mayr von der SPÖ möchte den Vorstand der HOSI Linz zu einem gemeinsamen Gespräch einladen.

Dabei sollen „neben organisatorischen auch finanzielle Aspekte diskutiert werden und Vereinbarungen für die Zukunft getroffen werden“. Das könne auch „eine klarere, organisatorische Aufteilung der Aufgaben des Vereines“ betreffen, so Mayr.

Wartner ist über die Gesprächseinladung erfreut: „Ich freue mich in Namen aller Aktivistinnen und Aktivisten der HOSI Linz über die heutige Gesprächseinladung der Stadt Linz durch Stadtrat Johann Mayr. Seine Aussendung zeigt uns, dass ihm die schwierige Lage der HOSI Linz kurz vor einer drohenden Insolvenz bewusst ist, und die Gespräche unter einem guten Stern starten können.“

Unterstürtung gibt es auch vomLinzer Bürgermeister Franz Dobusch, ebenfalls von der SPÖ: „Ich halte die Arbeit der HOSI für sehr wichtig. Wir werden versuchen, einen Neubeginn des Vereins im Zentrum zu starten.“, sagte er den OÖN. Er hofft, weitere Geldgeber zu finden – genau wie Wartner: „In Zeiten, in denen auch die öffentliche Hand sparen muss, wird es natürlich immer schwieriger. Jetzt müssen wir uns überlegen, wie wir das aus eigener Kraft schaffen.“, erklärt der Sprecher der HOSI Linz dem ORF.

Stellungnahmen der anderen Parteien liegen noch nicht vor.

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