Österreichische Pfadfinder unterstützen Lesben und Schwule

In den USA haben sich die Pfadfinder gegen eine Aufnahme schwuler und lesbischer Mitglieder und Mitarbeiter ausgesprochen. In Österreich gehen die Uhren anders.

„Die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs (PPÖ) sind offen für homosexuelle Kinder, Jugendliche und Erwachsene und sprechen sich klar gegen Homophobie, Xenophobie, Sexismus und weitere Diskriminierungen in unserer Gesellschaft aus“, heißt es in einer Presseaussendung.

Der Wiener Landesverband engagiert sich außerdem zum Thema Homosexualität und hat vor wenigen Monaten die Initiative „Rainbow Scouting – Homosexualität bei den PfadfinderInnen“ gestartet. Viele weitere Pfadfindergruppen und Landesverbände hätten ähnliche Initiativen, so die PPÖ.

Es sei „völlig ok“, sich als homosexueller Mensch bei den Pfadfindern zu engagieren, wird betont. „Überall bei den Pfadfindern gibt es schwule, lesbische oder bisexuelle Menschen, einige gehen ganz offen damit um, andere sind vorsichtiger und beides ist eine persönliche Entscheidung und muss respektiert werden“, so die PPÖ weiter.

Den Pfadfindern gehe es um Umgang und Qualitöt der Ausbildung der Jugendleiter und nicht um deren sexuelle Orientierung. „Es geht um Demokratie, die Friedenserziehung, den richtigen Umgang mit der Natur und den Mitmenschen sowie dem kritischen und parteipolitisch unabhängigen Verhalten von Pfadis“, so die österreichischen Pfadfinder weiter – ganz nach dem Motto „Respektiere die anderen, dann wirst auch du respektiert“.