Ein Toter durch gepanschte Drogen in Londoner Schwulenclub?

Zu extremer Vorsicht rät die Londoner Polizei schwulen Konsumenten von Party-Drogen. Im Vorort Vauxhall dürfte ein Mann daran gestorben sein, zwei weitere sind in stationärer Behandlung.

In der Nacht auf Sonntag ist ein 25-Jähriger, der aus einem Club gekommen ist, zusammengebrochen. Obwohl die Rettung rasch zur Stelle war und ihn sofort ins Krankenhaus einlieferte, gab es keine Rettung: Der Mann wurde um 5 Uhr früh für tot erklärt.

Ein zweiter Besucher des gleichen Clubs und ein dritter Mann, der in einem anderen Lokal war, brachen ebenfalls zusammen. Sie wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Im Londoner Stadtteil SoHo musste ungefähr zur gleichen Zeit ein 52-jähriger Besucher einer Schwulensauna wegen ähnlicher Symptome behandelt werden. Ob ein Zusammenhang besteht, ist noch unklar. Nach Informationen der Polizei hat er eine „illegale flüssige Droge“ konsumiert. Er wird noch im Krankenhaus behandelt.

Die genaue Todesursache des ersten Opfers ist noch unklar. Bei ihm und dem zweiten Opfer fand die Polizei eine unbekannte weiße Substanz. Darum raten die Beamten nun zur Vorsicht.

„Die Polizei rät allen Benutzern von Partydrogen, extrem vorsichtig zu sein, wenn sie Drogen aller Art gebrauchen wollen – vor allem an Orten im Gebiet Vauxhall“, so Sprecher der Metropolitan Police.

Dort sucht man dringend Hinweise, woher die Substanz kommen könnte: „Eine schnelle Antwort könnte uns helfen, dass verseuchte Drogen nicht länger im Umlauf sind und könnten Leben retten“, heißt es weiter.

Stellungnahmen der betroffenen Clubs liegen nicht vor.