44 schwull-lesbische Aktivisten in Simbabwe festgenommen

In Simbabwe hat die Polizei am Samstag 44 Lesben- und Schwulenaktivisten brutal festgenommen und am nächsten Tag ohne Angabe von Gründen wieder entlassen.

Wie das Portal „Gay Star News“ berichtet, wollten zunächst vier Polizisten in das Büro der „Gay and Lesbians of Zimbabwe“ (GALZ) in der Hauptstadt Harare. Dann riefen sie Verstärkung – in Form von 15 Beamten der Sondereinheit.

Diese stürmten die Räumlichkeiten und nahmen alle Anwesenden, 31 Männer und 13 Frauen, fest. Dabei sollen sie auch Schlagstöcke eingesetzt haben und die Aktivisten mit der flachen Hand und ihren Fäusten geschlagen haben. Eine Person soll nach dem Angriff aus dem Ohr geblutet haben.

Danach wurden sie ins Polizei-Hauptquartier gebracht. Menschenrechts-Anwälte durften sie nicht sehen. Am nächsten Tag wurden sie ohne Angaben von Gründen wieder freigelassen. Wie GLAZ bekanntgegeben hat, „arbeiten wir mit ihnen, um ihren Zustand und Wohlbefinden zu steigern“.

Die Razzia und die Verhaftungen dürften Rache für die Veröffentlichung einer Dokumentation von Gewalttaten der Polizei sein, die GLAZ vor kurzem veröffentlicht hat.

Männliche Homosexualität ist in Simbabwe illegal. Im Jahr 2006 wurde das entsprechende Gesetz noch einmal verschärft. Jetzt ist sogar Händchen halten in der Öffentlichkeit verboten.