Aids-Hilfe in Kalifornien nach 48 Stunden aus neuem Büro geschmissen

In Südkalifornien ist eine örtliche Hilfseinrichtung für lesbischwule Latinos und HIV-Positive aus ihren neuen Räumlichkeiten geschmissen worden – nur 48 Stunden, nachdem sie diese bezogen haben.

„Bienestar“, spanisch für „Wohlbefinden“ ist eine gemeinnützige Organisation, die seit 1989 HIV-Tests, Unterstützung und Informationen für die schwul-lesbische Latino-Community im Süden Kaliforniens anbietet. Nun ist die Organisation nach Van Nuys umgezogen – und wird mit Problemen konfrontiert, die sie sich vorher nicht erträumen ließ.

Organisation kommt nicht mehr zu ihren Akten

Am 13. August bezog Bienestar die neuen Räumlichkeiten. Am 14. August soll der Vermieter die Organisation aufgefordert haben, ihre Büros wieder zu räumen. Wenige Stunden später werden alle Schlösser ausgetauscht. Bienestar kommt nicht mehr zu seinem Eigentum, inklusive den vertraulichen Patientenakten.

Am 15. August benachrichtigt der Vermieter die Organisation, dass er den dreijährigen Mietvertrag vorzeitig gekündigt hat. Zunächst gibt er keine Begründung an. Dann erklärt er Bienestar, sie würden die Räumlichkeiten „unangemessen“ nutzen und „Krankheiten ins Gebäude bringen“.

Bienestar hat gegen den Vermieter Klage eingereicht.

‚Waren noch nie in so einer Situation‘

„Wir glauben, dass wir unfair behandelt wurden“, ärgert sich Bienestar-Leiter Oscar De La O: „Die Handlungen des Vermieters sind ein schockierendes Beispiel jener LGBT und HIV/Aids-Diskriminierung, deren Bekämpfung und Überwindung sich Bienestar verschrieben hat. Diese Situation ist sehr unerwartet und Besorgnis erregend, besonders weil wir die gleichen Dienstleistungen einen halben Block entfernt von diesem Ort in Van Nuys 12 Jahre lang angeboten haben. So einer Situation sind wir vorher in keinem unserer neun Zentren in Süd-Kalifornien begegnet.“

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