Homophobe Jugendliche in Kuwait niedergestochen

In Kuwait sind Samstag früh zwei homophobe Jugendliche niedergestochen worden – von Freunden jenes Mannes, den sie zuvor bedroht haben.

Wie die „Kuwait Times“ berichtet, wurden die beiden Burschen von sechs Männern in einen Hinterhalt gelockt, nachdem sie einen Schwulen bedroht haben. Dort stachen die Männer auf sie ein. Sie mussten mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Zwei der Täter will die Polizei mittlerweile schon verhaftet haben. Nach den anderen vier Tätern sucht sie noch.

Kuwait gilt bei als eines der tolerantesten Länder für Schwule und Lesben auf der arabischen Halbinsel – was allerdings ein sehr dehnbarer Begriff ist: Sex zwischen erwachsenen Männern wird mit bis zu sieben Jahren Haft bestraft. Sex zwischen Frauen ist straffrei. Schwul-lesbische Gruppen werden nicht gestattet. Immer wieder werden auch schwule Männer wegen „unmoralischen Verhaltens“ verhaftet und verurteilt.