Australischer Fußballspieler kämpft gegen Homopobie – und outet sich

In Australien hat ein Amateur-Fußballer eine Petition gegen Homophobie in der Australian Football League (AFL) gestartet – und sich auch gleichzeitig selbst geoutet.

Der 24-jährige Jason Ball spielt beim kleinen Club Yara Glen in einer regionalen Liga. Er möchte gerne, dass während der Fernsehübertragung des Grand Final – vergleichbar mit dem Finale der UEFA Champions League – ein Werbespot gegen Homophobie läuft. Auf Change.org unterstützen mittlerweile mehr als 20.000 Menschen dieses Anliegen.

„Es ist eine erschreckende Petition, die ich schreibe. Aber sie ist wichtig“, schreibt er auf change.org: „Ich möchte euch erzählen, wie es ist, ein schwuler Fußballspieler zu sein, weil heute gibt es eine echte Chance, dass wir die homophobe Kultur der AFL verändern.“ Die Petition kommt wenige Tage, nachdem Liga-Vorsitzender Andrew Demetriou öffentlich die „No To Homophobia“-Kampagne unterstützt hat.

Ball erzählt über sein Coming Out bei der Mannschaft: Dass er Angst hatte, dass er zum Opfer von Spott und Angriffen werden könnte – und von seinen Kollegen akzeptiert wurde, wie er ist. „Ich glaube, ich hatte ziemliches Glück, dass ich von Spielern umgeben war, die mich unterstützt haben – besonders am Land. Es hätte auch umgekehrt sein können – und es wundert mich nicht, dass es in der AFL keine offen schwulen Spieler gibt.“ Nun sei es aber an der Zeit für eine Veränderung, ist Ball überzeugt.

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