Produzent von schwulem Theaterstück in Uganda inhaftiert

In Uganda ist jener Produzent, der erstmals ein Stück über Homosexualität aufführen ließ, verhaftet und gegen Auflagen freigelassen worden.

David Cecil hat entgegen den Anordnungen des Medienrates von Uganda mehrmals das Stück „The River and the Mountain“ aufgeführt. In dem Stück geht es um einen jungen Geschäftsmann, der zunächst seine Freunde verliert, weil er ihnen sagt, dass er schwul ist, und anschließend deshalb von seinen Angestellten ermordet wird.

Die Behörden haben ihm seinen britischen Reisepass abgenommen. Die Verhandlung beginnt den Angaben seines Anwalts Francis Onyango zufolge am 18. Oktober. Bis dahin darf er Uganda nicht verlassen. Ihm drohen zwei Jahre Haft oder die Ausweisung.

Homosexualität ist in Uganda illegal und wird mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft. Seit Jahren diskutiert das Parlament über eine Verschärfung dieser Bestimmungen, bis hin zur Einführung der Todesstrafe. Mit seinem Stück wollte David Cecil eine Diskussion anregen und die Bevölkerung sensibilisieren.