Bibel hat nichts gegen Lesben und Schwule

Es ist eines der Lieblingsargumente der Homo-Gegner: Die Bibel sei dagegen. Einzig: Es stimmt nicht. Ein 22-Jähriger hat sich die Bibel genauer durchgelesen und kam zu dem Schluss: Einander liebende Homosexuelle werden nirgendwo in der Heiligen Schrift verurteilt.

Matthew Vines, Philosophie-Student an der Uni Harvard, war Mitglied einer bibeltreuen Kirche in Kansas – und ist offen schwul. Dann wurde er aus seiner Gemeinde geworfen. Nicht weil er schwul war, sondern weil er behauptete, dass Gott nichts dagegen habe.

Nach seinem Rauswurf nahm sich Vines die entsprechenden Bibelstellen etwas genauer vor. Seine Schlußfolgerung: „Es ist ganz einfach eine Tatsache, dass an keiner Stelle der Bibel auf Liebe gründende homosexuelle Beziehungen diskutiert oder gar verdammt werden“, so Vines zur „New York Times“. Vielmehr werden nicht liebende Homosexuelle verurteilt, sondern Heterosexuelle, die homosexuelle Handlungen begingen – zum Beispiel Vergewaltigungen und andere Gewalttaten, die Menschen des gleichen Geschlechts zugefügt wurden.

Seinen Untersuchungen hat er die Originaltexte zugrunde gelegt. Dabei fand er zahlreiche Übersetzungsfehler, die heute von allen großen Kirchen weiterverbreitet werden. In den USA werden Vines’ Erkenntnisse bereits heftig diskutiert.