Meinung des Papstes zur Homo-Ehe interessiert ’niemanden‘

Klare Worte zum Papst kommen von Lady GaGa: Dessen Meinung über Lesben und Schwulen interessieren „niemanden“, so die Sängerin im französischen Radio. Frankreich möchte ja die Ehe für Lesben und Schwule öffnen – und Benedikt XVI. hat am Wochenende seine Bischöfe dagegen eingeschworen.

„Die Familie ist das Fundament des gesellschaftlichen Lebens. Sie ist bedroht, weil viele falsche Vorstellungen von der Natur des Menschen haben“, warnte der 85-Jährige am Freitag bei einer Ansprache vor den französischen Bischöfen. Und er machte klar, dass die römisch-katholische Kirche gegen die Öffnung kämpfen wird: „Das Existenzrecht der Familie in der Gesellschaft zu verteidigen, ist nichts Rückwärtsgewandtes, sondern vielmehr prophetisch.“

Doch damit scheint er nicht ganz auf der Höhe der Zeit zu sein: In einem Gespräch mit dem französischen Radiosender France 2 machte Lady GaGa klar, dass sie nichts von den scharfen Worten Benedikts halte: „Es ist egal, was der Papst über Homosexualität denkt“, so die Sängerin. Dessen Ansichten seien nicht das, „was alle Christen denken. Das ist nicht, was die Menschen denken, die an etwas glauben. Es ist der Standpunkt einer einzigen Person“. Sie selbst rechne damit, dass die Ehe bald für Lesben und Schwule geöffnet werde.

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