Hollande pocht bei UNO-Vollversammlung auf Lesben- und Schwulenrechte

Der französische Staatspräsident François Hollande nimmt die Rechte von Lesben und Schwulen offenbar sehr ernst. Neben einer vollständigen Öffung der Ehe in Frankreich hat er nun auch bei seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung ein Ende der Kriminalisierung und eine weltweite Anerkennung der Rechte Homosexueller eingefordert.

„Frankreich wird sich weiter bei diesen Kämpfen engagieren: Für die Abschaffung der Todesstrafe, das Recht der Frauen auf Gleichheit und Würde, die universelle Entkriminalisierung von Homosexualität, die nicht als Verbrechen gesehen werden sollte sondern, im Gegenteil, als sexuelle Orientierung anerkannt werden soll“, sagte Frankreichs Staatsoberhaupt in New York. „Alle Mitgliedsländer haben die Pflicht, die Sicherheit ihrer Bürger zu garantieren, und wenn sich ein Staat zu dieser Verpflichtung bekennt, ist es dringend notwendig, dass wir, die Vereinten Nationen, die notwendigen Mittel bereitstellen, um diese Garantie zu ermöglichen. Diese Themen wird Frankreich bei den Vereinten Nationen anführen und verteidigen. Ich sage das in aller Ernsthaftigkeit. Wenn es eine Lähmung und Untätigkeit gibt, werden Ungerechtigkeit und Intoleranz ihren Platz finden“, so Hollande weiter.

Mit dieser Rede vor der UNO-Vollversammlung setzt François Hollande seinen bisherigen Kurs fort: Eines seiner zentralen Wahlversprechen war die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule – und dieses Ziel wird er in den nächsten Monaten erreicht haben. Mit seiner Rede in New York machte er klar, dass er auch außerhalb Frankreichs mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln für die Rechte Homosexueller eintreten wird.