Homo-Hasser hetzen gegen Dirk Bach

Millionen Menschen hat Dirk Bach zum Lachen gebracht – doch radikalkatholische Gruppen werfen dem beliebten Komiker auch noch Dreck ins Grab. Allen voran das Hetz-Portal „kreuz.net“. „Jetzt brennt er in der ewigen Homo-Hölle“, titelt die Website und schreibt: „Das widernatürliche und entartete Homo-Treiben ist für die menschliche Natur mörderisch. Diese Binsenwahrheit hat sich wieder einmal bestätigt“.

Während mittlerweile alle seriösen Medien davon ausgehen, dass ein Herzversagen aufgrund seines Gesundheitszustandes Bachs Todesursache war, vermutet „kreuz.net“, dass „seine Unzucht ihn so früh ins Grab brachte“. Schließlich hätten „Homo-Perverse im Vergleich zur sexuell gesunden Bevölkerung eine um zwanzig Jahre geringere Lebenserwartung“.

“Dirk Bach starb am Poppersschnüffeln“

Schuld am Gesundheitszustand von Dirk Bach seien, so die Radikalkatholiken, nicht Übergewicht und Stress im Beruf gewesen – sondern „die Einnahme sogenannter Poppers“: „Es handelt sich um flüssige und kurzzeitig wirksame Drogen, die fast immer von Homo-Gestörten genommen werden, um ihr entartetes Verhalten erträglich zu machen. Diesen Rauschgiften werden schmerzhemmende Wirkungen zugeschrieben, weshalb sie Homos vor der Sodomisierung verwenden.“

Weil Poppers gemeinsam mit blutdrucksenkenden Medikamenten einen lebensgefährlichen Abfall des Blutdrucks bewirken kann, stellt „kreuz.net“ eine krude Theorie auf: Dirk Bach litt an Bluthochdruck, nahm also Medikamente dagegen, diese können mit Poppers zusammen tödlich wirken – fertig ist die fundamentalchristliche Theorie für die Todesursache des beliebten Komikers.

Mittlerweile hetzt „kreuz.net“ in einem zweiten Artikel gegen Bach: Sein Leben sei „von Anfang an versaut“ gewesen, steht dort. Außerdem sei Bach, der auch in der „Sesamstraße“ zigtausende Kinder erfreute, in Wirklichkeit ein „Kinderhasser“ gewesen, weil er „seine niederträchtige Kotstecherei der Papa-Mama-Baby-Ehe gleichstellen wollte“.

Fans von Dirk Bach sind von der Hetze entsetzt

Die Millionen Fans von Dirk Bach sind entsetzt, wie man gegen den allseits beliebten Komiker so hetzen kann. „So einen Müll habe ich noch nie gehört“, ist einer bei den Kommentaren zum Artikel entsetzt. „Ob die Homos in die Hölle kommen oder nicht kann Ihnen lieber Verfasser doch eigentlich völlig egal sein, kümmern sie sich lieber vielmehr um Ihr eigenes Seelenheil!“, schreibt ein anderer. Einige drohen sogar, „kreuz.net“ zu verklagen.

Doch die Fundamentalisten haben vorgesorgt: Um gegen medienrechtliche Klagen und Verleumdungen gewappnet zu sein, ist im Impressum eine Adresse in Kalifornien angegeben. Damit ist die „private Gruppe von Katholiken in Europa und Übersee, die hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind“, wie sich die Macher nennen, für europäische Gerichte nicht greifbar.

Und sogar für die konservative Kirche sind die teils rechtsextremen und antisemitistischen Inhalte der Website zu radikal: Die römisch-katholische Kirche distanziert sich deutlich von „kreuz.net“. Deutsche und österreichische Bischofskonferenz, Radio Vatikan und mehrere Bistümer wollen nichts mit dem umstrittenen Portal zu tun haben.