Profiboxer Orlando Cruz outet sich als schwul

Der Profi-Boxer Orlando Cruz aus Puerto Rico hat sich geoutet. Damit ist der 31-Jährige Weltranglisten-Vierte im Federgewicht (bis 57 Kilo) der erste schwule Box-Profi, der sich während seiner Karriere geoutet hat.

Zunächst habe er Zweifel gehabt, sich in einer Macho-Sportart wie dem Boxen zu outen, gab Cruz zu. Aber: „Ich war immer und werde immer ein stolzer schwuler Mann sein“, so der Boxer. „Ich boxe seit über 24 Jahren und während ich meine aufsteigende Karriere fortführe, möchte ich ehrlich zu mir selbst sein“, erklärt Cruz.

Cruz möchte ein Vorbild für Kinder sein

Er möchte „das beste Vorbild sein für Kinder sein, die überlegen, eine Karriere im Boxsport zu beginnen“. Dabei habe er die volle Unterstützung seiner Familie, seines Trainers und seines Managers.

Orlando Cruz erklärt weiter, dass er als professioneller Sportler gesehen werden möchte, der im Ring alles gibt. „Aber ich möchte auch, dass Kinder, die an Hänseleien leiden, wissen, dass man im Leben alles erreichen kann, was man will, auch ein Profi-Boxer. Dass alles möglich ist, und dass wer man ist oder wen man liebt kein Hindernis sein soll, um alles im Leben zu erreichen“.

Die Hintergründe für dieses Outing hat er in der Stellungnahme nicht bekannt gegeben. Er möchte sie in den nächsten Tagen in einem Exklusiv-Interview mit dem Fernsehsender Telemundo offenbaren.

Eindrucksvolle Box-Karriere

Cruz ist bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney für Puerto Rico angetreten. In seiner Profi-Karriere hat er von 21 Kämpfen 18 gewonnen – neun davon durch KO-Siege. Seinen nächsten Kampf hat Cruz am 19. Oktober, wenn er gegen Jorge Pazos in Florida seinen Titel als lateinamerikanischer WBO-Champion verteidigen will.