Schwulenlokal in Moskau von Vermummten verwüstet – 4 Verletzte

Am 11. Oktober war der internationale Coming-Out-Tag. In Russland hat eine Gruppe maskierter Nationalisten an diesem Tag einen Lesben- und Schwulenclub überfallen, verwüstet und die Anwesenden geschlagen.

Ziel des Angriffs war der Club „7freedays“ in Moskau. „Für uns war es nur eine Party, der Club war voll“, erinnert sich Augenzeugin Xenia gegenüber dem Portal „Gaystarnews“.

Das änderte sich gegen 22.30: „Plötzlich kamen etwa 15 Personen mit Chirurgenmasken und Hauben in den Club. Sie haben begonnen, den Club zu verwüsten, Tische umzuschmeissen und Leute zu schlagen.“ Mehr als 80 Besucher des Clubs wurden vor Ort behandelt, vier von ihnen wurden ins Spital eingeliefert.

Augenzeugenberichten zufolge hat es über eine halbe Stunde gedauert, bis die Polizei am Ort des Geschehens war.

Den Organisator der Party, Pavel Samburow, vermutet die nationalistisch-christliche Gruppe „Narodny Sobor“, auf deutsch „Nationale Kathedrale“ hinter dem Anschlag. Sie haben diese Woche eine Unterschriftenaktion gestartet, die das Moskauer Parlament dazu bringen soll, die „sündigen“ Lesben- und Schwulenlokale zu schließen. Sie würden „unreife Seelen ins Schwulenmillieu ziehen“.