Thailändische ‚Ladyboy-Airline‘ bleibt am Boden

Jene thailändische Fluglinie, die vorwiegend transgender Flugbegleiter eingesetzt hat, ist offenbar nach nur zehn Monaten pleite. Das geht aus Informationen der thailändischen Luftfahrtbehörde hervor.

Der stellvertretende Verkehrsminister des Landes, Chadchart Sittipunt, hat bekanntgegeben, dass die Flüge von „PC Air“ mindestens bis zum Ende des Monats ausgesetzt werden. „Die Fluglinie hat die Behörde für zivile Luftfahrt am Freitag informiert, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen ihre Charterflüge nicht durchführen können“, so Sittipunt. Werden die wirtschaftlichen Probleme nicht gelöst, droht ein endgültiger Entzug der Lizenz.

Die einzige Maschine der Fluglinie, ein Airbus, sitzt seit letzten Dienstag in Südkorea fest, weil offenbar Flughafengebühren und Spritkosten nicht bezahlt wurden. Etwa 400 Passagiere sollen betroffen sein. Dabei war der Chef der Fluglinie, der Ex-Flugbegleiter Peter Chan, von seinem Geschäftsmodell so überzeugt, dass er das Flugzeug nicht geleast, sondern gleich gekauft hat.

„PC Air“ ist im Dezember 2011 mit vier Transgendern als Flugbegleitern gestartet. Zu den Einstellungsvoraussetzungen gehörten eine weibliche Stimme, Teil der Ausbildung war auch ein Schminkkurs. Die Ladyboy-Flugbegleiter erhielten außerdem Namenschilder mit dem Hinweis „Drittes Geschlecht“, um Probleme bei der Passkontrolle zu vermeiden.