Britische Forscher entwickeln billigeren und zuverlässigeren HIV-Test

Britische Forscher haben einen preisgünstigen und sicheren Test entwickelt, der sogar eine geringe Konzentration des HI-Virus oder einiger Krebsarten sicher feststellen kann.

Dabei verfärbt sich eine Flüssigkeit, der ein spezieller Marker zugesetzt ist. Eingesetzt werden soll dieser Test vor allem dort, wo andere Möglichkeiten zu teuer sind. Die Forscher des Imperial College London wollen damit die Zahl der getesteten Menschen erhöhen.

Noch gibt es von diesem Testverfahren nur einen Prototyp. Er kann auf verschiedene Marker reagieren. Beim HIV-Test erkennt die Flüssigkeit beispielsweise ein Protein auf der Oberfläche des Virus. Daraufhin verändert sich eine chemische Reaktion in der Flüssigkeit, sie wird deutlich sichtbar blau.

„Diese Methode sollte angewandt werden, wenn das Vorhandensein eines Zielmoleküls in einer außerordentlich geringen Konzentration die Diagnose der Krankheit verbessern kann“, erklärt Professor Molly Stevens vom Imperial College der BBC. Der Test könne auch helfen, „HIV-infizierte Patienten zu diagnostizieren, deren Viruslast zu gering ist, um mit den herkömmlichen Methoden erkannt zu werden“, so Stevens.

Ein weiterer möglicher Marker kann bereits Prostatakrebs erkennen, weitere Marker werden entwickelt. Der Test kostet nur ein Zehntel herkömmlicher Methoden. Bevor er eingesetzt werden kann, muss er erst in klinischen Tests erprobt werden.