[Update] Mord an pensioniertem Lehrer – Zeuge ‚Philip‘ gefunden

Erneut war der Mord an einem schwulen Mann Thema der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“. Die Polizei bat um Hinweise im Mordfall Manfred Kindel, der im März in seiner Wohnung getötet wurde. Nun wurde wird ein jüngerer Bekannter des Opfers gefunden, der als Zeuge gesucht wurde.

Mehr als 100 Mal hat der unbekannte Täter mit einem Stilett auf den 62-Jährigen eingestochen, am Nachmittag des 23. März, in dessen Wohnung am Klausenerplatz in Berlin-Charlottenburg. Dann verschwindet der Täter mit der Geldbörse des pensionierten Lehrers.

Die Polizei tappt zunächst im Dunkeln. Im Zuge der Ermittlungen findet sie heraus, dass Kindel offenbar schwul war – das wussten aber nicht einmal seine engsten Freunde. Und: Es gibt einen Bekannten namens Philipp, der seit 2007 „in unregelmäßigen Abständen Kontakt zum Opfer“ gehabt haben soll, wie die Polizei bekanntgab. Zuletzt trafen sie sich offenbar am 31. Jänner. „Philip dürfte Manfred Kindel gut gekannt haben und ist deshalb ein wichtiger Zeuge“, so die Beamten weiter.

Deshalb gaben sie zu Allerheiligen ein Foto des Zeugen aus dem Jahr 2007 an die Medien. Nur einen Tag später war die Polizei erfolgreich: „Aufgrund von Hinweisen, die nach der Veröffentlichung des Zeugenaufrufs im Mordfall Kindel bei den Beamten der 3. Mordkommission des Landeskriminalamtes eingegangen sind, konnte der gesuchte Zeuge ermittelt werden. Bei dem Gesuchten handelt es sich um einen 25-jährigen Berliner, mit dem die Ermittler heute in Kontakt treten konnten“, teilte die Berliner Polizei heute mittag mit.

Weiters hat die Polizei Fotos eines Tatverdächtigen veröffentlicht, der mit einer Bankkarte Kindels noch am Tattag Geld abgehoben hatte. Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Aufklärung des Mordes führen, eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.

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