Vier US-Bundesstaaten stimmen heute über Homo-Ehe ab

Die ganze Welt schaut heute Abend auf die USA, wenn dort ein Präsident gewählt wird. Doch das ist nicht die einzige Entscheidung, die US-Bürger heute treffen. In vier Bundesstaaten entscheiden sie auch über die Homo-Ehe.

Zahlreiche Volksabstimmungen zeitgleich zur Präsidentenwahl

Insgesamt ist die Palette, über die Wahlberechtigten entscheiden dürfen, extrem breit. Es geht um die medizinische Freigabe von Marihuana genauso wie über die Abschaffung der Todesstrafe oder die verpflichtende Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel. In vier Staaten wird auch darüber entschieden, ob die Ehe für schwule und lesbische Paare geöffnet werden soll.

So können die Bürger von Maine, Maryland, Minnesota und Washington heute abend für oder gegen die Homo-Ehe abstimmen. Die Kräfte hinter den Referenden sind meistens Gegner der Ehe-Öffnung, die ihre Wähler mobilisieren wollen.

Erstmals Volksentscheid für Homo-Ehe?

Bei den letzten Präsidentenwahlen hatten sie damit Erfolg: Sie kippten die bereits beschlossene Öffnung der Ehe in Kalifornien. Ganz knapp wurde „Proposition 8“ angenommen: Ein Verfassungszusatz, der die Ehe als Verbindung von Mann und Fau definiert. Nun muss das kalifornische Verfassungsgericht entscheiden, ob das Referendum überhaupt verfassungsgemäß war.

Aktuellen Umfragen zufolge dürfte die Öffnung der Ehe in Maryland und Maine von den Wählern akzeptiert werden. Es wäre das erste Mal, dass die Homo-Ehe auch bei einer Abstimmung unterstützt wird. In Washington und Minnesota stellen sich Lesben- und Schwulenaktivisten auf eine Niederlage ein. Erste Ergebnisse sollten ab 1 Uhr früh Mitteleuropäischer Zeit vorliegen.

Derzeit ist die Ehe in New York, Massachusetts, New Hampshire, Iowa, Connecticut und Vermont sowie in der Hauptstadt Washington, DC für homosexuelle Paare geöffnet.