Spanisches Verfassungsgericht bestätigt Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule

Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare entspricht der spanischen Verfassung. Das hat der Verfassungsgerichtshof des Landes nun bestätigt.

Wie GGG.at bereits im Vorfeld berichtete, haben die Richter am Dienstag eine Verfassungsklage gegen die Zulassung der Homo-Ehe mit acht zu drei Stimmen abgewiesen. Eingebracht hat die Klage die heute regierende spanische Volkspartei (PP). Nach dem Gesetz dürfen schwule und lesbische Paare in Spanien standesamtlich heiraten und Kinder adoptieren.

Nun plant die konservative Regierung von Mariano Rajoy plant weiterhin Änderungen an dem Gesetz, das auch von der katholischen Kirche im Land abgelehnt wird. Dabei stößt er aber auch innerparteilich auf Kritik: Justizminister Alberto Ruiz-Gallardó, der als Bürgermeister von Madrid selbst gleichgeschlechtliche Paare traute, kündigte an, das Urteil des Verfassungsgerichts akzeptieren zu wollen.

Eingeführt wurde die Ehe für homosexuelle Paare in Spanien 2005. Sie war eines der Prestigeprojekte des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten José Zapatero. Bis 2011 wurden nach Angaben des Statistikamtes mehr als 20.000 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen, das sind knapp zwei Prozent aller Eheschließungen im Land in diesem Zeitraum.