Abgeordnete in Argentinien stimmen für schwule Blutspenden

Lesben und Schwule könnten in Argentinien schon bald Blut spenden dürfen. Die Abgeordnetenkammer in Buenos Aires hat gestern ein Gesetz verabschiedet, dass die rechtlichen Grundlagen für die Blutspende anpasst. Nun muss noch der Senat des südamerikanischen Landes zustimmen.

Wird das Gesetz beschlossen, müsste beim Blutspenden nicht mehr nach den sexuellen Orientierung der möglichen Spender gefragt werden. Derzeit dürften Männer und Frauen in Argentinien kein Blut spenden, wenn sie im letzten Jahr gleichgeschlechtlichen Sex hatten.

Das Gesetz wurde erstmals im Jahr 2008 von der argentinischen Lesben- und Schwulenorganisation FALGBT vorgestellt. Dem entsprechend ist deren Präsident Esteban Paulón zufrieden: „Heute hat sich der Kongress einen Schritt weiter bewegt, um das Verbot der Blutspenden, das wir erdulden müssen, zu beseitigen – ein Verbot, das auf Vorurteilen und Falschinformationen beruht.“

Befürworter des Blutspendeverbots warnen, dass die Kontamination von Blutkonserven durch „Hochrisikogruppen“ wie schwulen Männern bei einer Änderung leichter möglich ist.