Lesben und Schwulen in Italien füchten sich davor, alt zu werden

Mehr als die Hälfte der Lesben und Schwulen in Italien fürchtet sich davor, Alt zu werden. Das geht aus einer Studie hervor, die von der Pensionistengewerkschaft SPI und dem Lesben- und Schwulenverband „Equality Italia“ in Auftrag gegeben wurde.

52 Prozent der Interviewten glauben, dass es für ältere Menschen besser sei, heterosexuell zu sein. Über 55 Prozent der Befragten haben eine starke Angst davor, Alt zu werden. Ähnlich viele Menschen glauben außerdem, dass sie in der Zukunft Probleme haben werden.

Doch es gibt auch Hoffnung: So haben 40 Prozent der Befragten gemeint, die Situation für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender in Italien sei im Jahr 2012 besser als vor zehn Jahren.

Für Carla Cantoni, Vorsitzende der SPI, ist klar: „Alte Menschen aus der LGBT-Community müssen einen Platz in dieser Gesellschaft haben und verdienen Respekt. Sie müssen sich outen und dürfen die Mühen der Zukunft nicht fürchten. Die Gesellschaft muss ihnen bei ihrem Coming-Out-Prozess helfen.“

Die Gewerkschaft hat am 28. November in Rom ein Symposium durchgeführt, bei dem über dieses Thema diskutiert wurde. Durchgeführt wurde die Studie mit dem Titel „Anziani e omosessualitá“ (Die Alten und Homosexualität) vom Soziologen Raffaele Lelleri.