Dienstag, 28. Mai 2024
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Grüner Bundeskongress reiht Marco Schreuder nach hinten

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Die Chancen des offen schwulen Bundesrates Marco Schreuder, für die Grünen auch in den Nationalrat einzuziehen, sind massiv gesunken: Beim Bundeskongress seiner Partei am Wochenende in Linz wurde er mit schwachen 64,47 Prozent der Stimmen auf Platz zwölf der Bundes-Wahlliste gereiht.

Nur Rang 12 auf der Bundesliste

Aussichtsreich für einen Platz im Nationalrat sind allerdings maximal die ersten elf Plätze, erklärte Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner am Wochenende: Denn wenn die Grünen ihr Wahlziel erreichen, kommen bis zu sieben Mandatare der Bundesliste ins Parlament, um zwei mehr als derzeit.

Weil einige Abgeordnete wie Eva Glawischnig, Werner Kogler und Gabriela Moser über fixe Mandate auf den Landeswahllisten verfügen und auch Karl Öllinger ein solches Mandat in Wien zumindest in Reichweite hat, sind laut Wallner die Bundeslistenplätze bis zu Rang elf aussichtsreich. Schreuder hat dieses Ziel also denkbar knapp verpasst.

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Schreuder von Ergebnis „enttäuscht“

Schreuder selbst twitterte nach der Wahl, er sei von diesem Ergebnis „enttäuscht“. Das überrascht nicht – schließlich ist es das dritte Mal hintereinander, dass ihm die Zustimmung der Basis verwehrt bleibt: Denn bei der Wahl zur Wiener Landesliste für die Nationalratswahl landete er auf dem ebenfalls aussichtslosen zehnten Platz. Um über diese Liste in den Nationalrat einzuziehen, müssten die Grünen in Wien ihr Ergebnis verdoppeln.

Bei der Erstellung der Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl 2010 landete Schreuder nur auf Platz 14 – dem gleichen Platz wie 2005. Die Grünen verloren allerdings zwei Prozent und drei Mandate, damit musste Schreuder trotz seiner fachlich tadellosen Arbeit den Wiener Gemeinderat verlassen. Nach einem kurzen Intermezzo in der Privatwirtschaft wurde er fast ein Jahr später schließlich Bundesrat. Der Sprecher der Grünen Andersrum folgte in dieser Funktion seiner Kollegin Jennifer Kickert nach. Diese wechselte in den Wiener Landtag.