Papst hetzt in Weihnachts-Ansprache gegen Homoehe

Kein Weihnachtsfrieden aus dem Vatikan: Benedikt XVI. hat in einer Weihnachtsansprache im Vatikan Freitag früh vor der Homoehe und der Gleichstellung schwuler und lesbischer Paare gewarnt. Diese „Manipulation der Natur“ führe zum Verlust der „Würde des Menschen“, so der römisch-katholische Oberhirte.

Das Wort „Homosexualität“ hat Benedikt dabei beim traditionellen Weihnachtsempfang des Kardinalskollegium und der Mitglieder der vatikanischen Verwaltung nicht verwendet. Doch die Botschaft war trotzdem klar: Er warnte von einem „Angriff auf die wahre Gestalt der Familie aus Vater, Mutter, Kind“ und kritisierte, „was man heute unter dem Stichwort ‚gender‘ als neue Philosophie der Geschlechtlichkeit“ verstehe. Es handle sich um eine ernste Krise, die „besonders in der westlichen Welt“ eine Bedrohung darstelle.

Der Mensch würde seine Würde verlieren, wenn Männer und Frauen nicht mehr ihre gottgewollte Stellung einnähmen, so der Papst.

Der Papst hat bereits öfter gegen die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule mobilisiert.In den letzten Monaten hat er dabei seinen Ton verschärft. In einer Botschaft anlässlich des katholischen Weltfriedenstages am 1. Jänner, die Mitte Dezember veröffentlicht wurde, ließ der Heilige Vater wissen, die Ehe zwischen Mann und Frau müsse „gegenüber den Versuchen, sie rechtlich gleichzustellen mit radikal anderen Formen der Verbindung, die in Wirklichkeit die Ehe beschädigen und zu ihrer Destabilisierung beitragen“ verteidigt werden.