Öffnen Rhodes Island und Illinois die Ehe noch im Jänner?

In den USA liefern sich Rhode Island und Illinois ein kleines Wettrennen darum, welcher Bundesstaat als nächstes die Ehe für Lesben und Schwule öffnet.

Rhode Island: Bei der Eheöffnung der letzte der New-England-Staaten

So soll der Gesetzesentwurf vor Rhode Island bereits morgen im Parlament des kleinsten US-Bundesstaates diskutiert werden. Gordon Fox, der offen schwule Sprecher des Repräsentantenhaus, möchte das Gesetz bis Ende Jänner beschlossen haben.

Die Chancen dafür stehen gut: Sowohl Senat als auch Repräsentantenhaus sind in Hand der US-Demokraten. Und auch der parteilose Gouverneur Lincoln Chafee ist als Befürworter der Homoehe bekannt.

Rhode Island ist der letzte der „New England“-Staaten, in dem die Ehe noch nicht für Lesben und Schwule geöffnet wurde. Ein Versuch im Jahr 2001 scheiterte am Senat des Bundesstaates. In Maine, New Hampshire, Vermont, Massachusetts und Connecticut ist dies bereits möglich. Damit wäre zum ersten Mal die Ehe in einer gesamten Region der USA für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet.

Präsident Obama unterstützt Ehe-Öffnung in seiner Heimat

Auch in Illinois könnten Lesben und Schwule sich schon sehr bald das Ja-Wort geben: So haben Abgeordnete der Demokraten angekündigt, ein entsprechendes Gesetz für die Ehe-Öffnung zu beschließen. Informationen des Blogs „Box Turtle Bulletin“ zufolge soll der Senat von Illinois bereits heute über das Gesetz beraten und morgen darüber abgestimmt werden.

Dabei bekommen die Abgeordnete prominente Unterstützung: US-Präsident Barack Obama hat in einem Zeitungsinterview seine Hoffnung ausgedrückt, dass das Gesetz in seinem Heimat-Bundesstaat beschlossen wird.