Papst sagt ‚Ja zur Schönheit und Würde der (Hetero-)Ehe‘

Erneut hetzt Papst Benedikt XVI. gegen Lesben und Schwule: Vor Vertretern katholischer Hilfsorganisationen hat er an Samstag seine Auffassung bekräftigt, dass eine Ehe nur zwischen Mann und Frau geschlossen werden kann.

Die Beziehung zwischen Mann und Frau sei „Ausdruck der Schönheit der Natur, wie der Schöpfer sie sich wünscht“, machte der Heilige Vater klar. Die Kirche sage Ja „zur Würde und Schönheit der Ehe“. Nein sage sie hingegen zur Gender-Theorie, laut der die Geschlechterrollen in erster Linie erlernt und nicht angeboren sind, so der Papst.

Und auch sonst erneuerte Benedikt seine gut verklausulierte Ablehnung homosexueller Beziehungen. So sprach er sich gegen „Auswüchse“ der modernen Gesellschaft aus, die unter dem Deckmantel von „angeblichem Fortschritt“, „angeblichen Rechten“ und „angeblichem Humanismus“ daherkämen.

Bedeutend sind diese Angriffe des Papstes, weil sie direkte Folgen haben könnten: Benedikt forderte die anwesenden Vertreter der Hilfsorganisationen auf, keine Projekte zu finanzieren oder zu unterstützen, „im Gegensatz zum christlichen Menschenbild“ stünden.

Fast wortgleich wetterte Benedikt XVI. kurz vor Weihnachten beim traditionellen Weihnachtsempfang des Kardinalskollegium und der Mitglieder der vatikanischen Verwaltung gegen die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule. Der Mensch würde seine Würde verlieren, wenn Männer und Frauen nicht mehr ihre gottgewollte Stellung einnähmen, so der Papst damals.