Obama will für gleiche Rechte von Lesben und Schwulen kämpfen

Es ist eine kleine Sensation: Bei seiner Antrittsrede zur zweiten Amtszeit Montag nachmittag in Washington hat US-Präsident Barack Obama sich explizit die Gleichbehandlung von Lesben und Schwulen auf die Fahnen geschrieben. Das hat große Symbolkraft, gilt die Rede doch als Skizze dessen, was er in den nächsten vier Jahren erreichen möchte.

So sagte Obama während seiner 16-minütigen Rede unter anderem: „Wir, das Volk, erklären heute, dass die selbstverständlichste aller Wahrheiten die ist, dass alle von uns gleich geschaffen sind. Und das ist unser Fixstern, nach wie vor. (…) Wir haben unser Ziel noch nicht erreicht, solange unsere homosexuellen Brüder und Schwestern vom Gesetz nicht behandelt werden wie jeder andere auch. Denn wenn wir gleich geschaffen sind, muss auch die Liebe eines Menschen zu einem anderen gleichwertig sein.“

Außerdem hat Obama die Schwulenaufstände in der New Yorker Christopher Street im Jahr 1969, bekannt als Stonewall Riots, gleichwertig mit anderen Bürgerrechtskämpfen erwähnt. Die Stonewall Riots gelten als Geburtsstunde der modernen Schwulenbewegung.

Unter Barack Obama hat sich die Situation der Lesben und Schwulen in den USA verbessert: So ist in seiner Amtszeit „Don’t ask, don’t tell“ abgeschafft worden – eine Militär-Richtlinie, die Homosexualität im Heer zwar weiter verboten hat, aber auch darüber zu reden. Im Wahlkampf hat er sich als erster US-Präsident der Geschichte auch klar für eine Öffnung der Ehe für schwule und lesbische Paare ausgesprochen.