Gegner der Homoehe in Frankreich machen Propaganda auf Brücken

Die Schlacht um die Homoehe in Frankreich wird härter: Nachdem am Wochenende bis zu 400.000 Menschen in Paris für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare demonstriert haben, haben Gegner der Ehe-Öffnung Protestbanner auf den Brücken von Paris angebracht.

Bis zu 140 Jugendliche haben in der Nacht auf Dienstag auf bis zu 170 Brücken Transparente befestigt, die sich gegen die Ehe-Öffnung und die Öffnung des Adoptionsrechts für schwule und lesbische Paare richten. Zu den Aufschriften gehörten Sätze wie „Alle geboren von einem Mann und einer Frau“ oder „Ein Kind ist kein Recht“. Um die Aktion auch optimal zu vermarkten, wurden Journalisten mit einem eigens gecharterten Schiff zu den Brücken gekarrt.

Frigide Barjot, die Sprecherin des Protestbündnisses gegen die Ehe-Öffnung erklärte: „Wir sind die Bewegung für Meinungsfreiheit, die Bewegung für Gewissensfreiheit“. Sie verlangte, dass die Abgeordneten in dieser Frage nach ihrem Gewissen entscheiden dürften. Wer diese Aktion finanziert hat, sagte sie nicht.

Das französische Parlament hat unterdessen gestern Nachmittag begonnen, über die Gesetzesvorlage zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zu beraten. Da die konservative Opposition etwa 5.000 Abänderungsanträge eingebracht hat, wird diese Debatte etwa zwei Wochen dauern.