Coming Out macht gesund

Ein Coming Out macht gesund. Das ist das erfreuliche Ergebnis einer Studie der Universität Montreal. Sie haben 87 Bi- und Homosexuelle im Alter von etwa 25 Jahren untersucht – und festgestellt: Geoutete Lesben und Schwule haben weniger Stress.

Das haben Untersuchungen der Blutwerte der Probanden ergeben. So haben die geouteten Schwulen und Lesben einen niedrigeren Blutdruck sowie bessere Werte des Stresshormons Kortisol, der Insulin- und Adrenalin-Werte.

Das dürfte daran liegen, dass ungeoutete Homosexuelle sehr viel Energie dafür verwenden, nicht entdeckt zu werden – und das erzeugt im Körper Stress. Geoutete Lesben und Schwulen dürften hingegen Strategien entwickelt haben, mit gesellschaftlichen Vorurteilen besser umzugehen.

Das gilt nur für Länder, die Lesben und Schwulen gegenüber tolerant sind: „In einer intoleranten Umgebung würde der Stress wohl eher noch zunehmen“, vermutet Robert-Paul Juster, der Leiter der Studie.