Transgender-Aktivistin bekommt in Dänemark Asyl

Zum ersten Mal hat Dänemark einer Transgender-Person Asyl gewährt, weil sie in ihrem Heimatland Verfolgung fürchten muss. Um ein Haar wäre die Aktivistin Fernanda Milan aus Guatemala im September abgeschoben worden – nun hat die dänische Asylbehörde anders entschieden.

„Wir sind sehr erleichtert, dass unser Kampf, gemeinsam mit Fernanda, damit endet, dass ihr Asyl zuerkannt wird“, freut sich auch Stine Larsen vom T-Refugee Project, das sich für Milan stark gemacht hat. Er hofft, dass verfolgte Transgender in Dänemark nun leichter Asyl bekommen.

Erst letzte Woche hat ein schwuler Afghane in Dänemark Asyl bekommen, weil ihm ein Verstecken seiner sexuellen Orientierung im Heimatland nicht zumutbar sei. Damit reagieren die dänischen Behörden auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Auch Deutschland will die Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung als Asylgrund stärker berücksichtigen.