Psycho-Terror gegen HIV-Positiven im Bayerischen Wald

Unbekannter gab falsche Todesanzeige auf

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Grafik: GGG.at

Im bayerischen Wald wird derzeit ein HIV-positiver Schwuler von einem Unbekannten terrorisiert. Wie die „Passauer Neue Presse“ berichtet, hat der Unbekannte sogar eine Todesanzeige für den 27-jährigen in einer Lokalzeitung aufgegeben.

Der Mann, ein gelernter Restaurantfachmann, ist nach zehn Jahren im Ausland mit seinem Partner in seine Heimat zurückgekehrt. Im Landkreis Freyung-Grafenau will er mit seinem Partner gemeinsam ein Restaurant übernehmen – das scheint einem bisher Unbekannten nicht zu gefallen.

Unbekannter gab eine Todesanzeige für den HIV-Positiven auf

Er gab im Namen der Familie bei einer Lokalzeitung per Post sogar einen Nachruf für den 27-Jährigen auf. Die Anzeige wurde nicht veröffentlicht. Weiters bekommen der Mann und sein Freund anonyme Drohbriefe. Auch Lokalzeitungen bekommen anonyme Post, die vor dem 27-jährigen „schützen“ soll und über ihn „aufklären“ will.

Die bayerische Kriminalpolizei ermittelt, der Restaurantfachmann hat sich einen Anwalt genommen. Der ebenfalls offen schwule Regener Landrat Michael Adam von der SPD hat dem Mann nun angeboten, ihm bei der Suche einer Gaststätte in seinem Landkreis zu helfen.