Tödliche Dates erschüttern New Yorker Szene

In New York City könnten spontane schwule Sexdates derzeit tödlich enden. Innerhalb von drei Wochen wurden drei schwule Männer mittleren Alters stranguliert. Die Medien spekulieren mit einem Serienkiller. Die Polizei und Vertreter der Stadt haben die schwule Community aufgefordert, vorsichtiger bei Online-Dates zu sein.

54-Jähriger tot in Motel gefunden

Am Sonntag war ein 54-jähriger Mann in einem Motel im Stadtteil Queens stranguliert aufgefunden worden. Die beiden anderen Opfer waren 48 und ebenfalls 54 Jahre alt. Sie wurden Ende Jänner erdrosselt in ihren Wohnungen in Queens und Manhattan gefunden, einer hatte einen Sack über den Kopf.

Die Polizei gibt sich noch zurückhaltend: Sie gehe derzeit nicht davon aus, dass die Fälle zusammenhängen, möchte eine Verbindung aber auch nicht ausschließen. Zwei der Opfer könnten ihren Mörder online kennengelernt haben, so die Polizei. Es gab keine Spuren für ein gewaltsames Eindringen. Sie prüft derzeit die Aufnahmen von Überwachungskameras.

Mordserie für schwulen Stadtrat „Angst einflößend“

Für den offen schwulen Stadtrat Daniel Dromm ist die Mordserie „Angst einflößend“: „Ich fürchte, da ist jemand, der es auf schwule Männer abgesehen hat“, sagte er. Er ermahnte die Community zu extremer Vorsicht. Gewalttaten bei spontanen Sexdates haben in New York zugenommen, bestätigt auch Ejeris Dixon vom „New York City Anti-Violence Project“. „Die Leute glauben, sie müssen die Tatsache geheimhalten, dass sie jemanden online treffen, und das ist das Problem“ Ihr Rat: „Sagt einem Freund, dass ihr euch mit jemandem treffen wollt und wo ihr euch trefft. Und macht euch das Treffen an einem öffentlichen Ort aus“.