Auch weniger Eingetragene Partnerschaften in der Steiermark

Österreichweit ist die Zahl der Eingetragenen Partnerschaften im Jahr 2012 um fast elf Prozent zurückgegangen. Ein Trend, den auch die Steiermark spürt: Dort haben sich im letzten Jahr 46 schwule und lesbische Paare verpartnert.

Damit ist die Steiermark bundesweit auf Rang 3 hinter Wien, wo gut die Hälfte der Verpartnerungen stattfindet, und Niederösterreich. Zeichen für mangelndes Interesse ist der Rückgang aber nicht, erklärt die Gleichbehandlungsbeauftragte des Landes, Sabine Schulze-Bauer, gegenüber dem ORF Steiermark: „Ich glaube schon, dass die Partnerschaften angenommen werden, wie man gedacht hat“ Der Rückgang liege auch darin, dass sich schwule und lesbische Paare im Jahr 2010 das erste Mal verpartnern konnten und so die Zahl zu Beginn höher war.

Außerdem würden sich viele schwule und lesbische Paare wünschen, „dass es einfach dem Rahmen einer Ehe mehr entspricht, dass es am Standesamt stattfindet und nicht auf der Bezirksbehörde, und dass sie der Ehe gleichgestellt sind“, so Schulze-Bauer. Sie kritisierte auch die Stadt Graz: Dort können homosexuelle Paare derzeit eine Verpartnerung in festlichem Rahmen nur freitags von 12.00 bis 14.00 Uhr und an einem Samstag im Monat durchführen.