Carley Rae Jebsen: Kein Auftritt bei homo-diskriminierenden Pfadfindern

Die kanadische Sängerin Carly Rae Jebsen hat ihren Auftritt bei einem Konzert für die US-Pfadfinder abgesagt, weil diese ihren Bann gegen schwule und lesbische Mitglieder noch immer nicht aufgehoben haben.

Auf Twitter teilte die 27-Jährige ihren Fans mit: „Als Künstlerin, die an gleiche Rechte für alle Menschen glaubt, werde ich am Jamboree der US-Pfadfinder diesen Sommer nicht teilnehmen“. Sie hätte gemeinsam mit der Band Train der zweite Headline des Sommer-Jamboree der Pfadfinder sein sollen – doch daraus wird nichts. Auch Train haben angekündigt, nicht aufzutreten, wenn das Homo-Verbot der Pfadfinder bis zum Konzert im Juli nicht gefallen ist.

Damit reagieren die beiden Künstler auf umfangreiche Kritik: Die schwul-lesbische Bürgerrechtsgruppe GLAAD hat Train und Carly Rae Jebsen für ihre Teilnahme scharf kritisiert, und mehr als 60.000 Internet-User forderten Jepsen über eine Online-Petition auf, das Konzert abzusagen.

Die US-Pfadfinder reagieren etwas verschnupft: „Wir erkennen das Recht eines Jeden an, seine Meinung auszudrücken und werden und darauf konzentrieren, ein großartiges Jamboree-Programm für unsere Pfadfinder zu liefern“, erklärte Pfadfinder-Sprecher Deren Smith.

Die Boy Scouts of America sind derzeit in Zugzwang, weil sie Lesben und Schwulen das Recht versagen, als Pfadfinder tätig zu sein oder Jugendliche zu betreuen. Im Jänner haben sie angekündigt, dieses Verbot aufzuheben. Tätig wurde die Organisation aber noch nicht.