338 Lesben, Schwule und Transgender letztes Jahr in Brasilien ermordet

Alle 26 Stunden wurde im letzten Jahr in Brasilien ein schwuler Mann, eine lesbische Frau oder ein Transgender ermordet. Damit gehört das südamerikanische Land zu jenen Staaten mit der höchsten Rate an homo- und transphoben Morden. Darauf macht die brasilianische Lesben- und Schwulenorganisation „Grupo Gay di Bahia“ aufmerksam.

Deren Statistiken zufolge sind im letzten Jahr 338 Lesben, Schwule und Transgender in Brasilien umgebracht worden. Vor allem Schwule und Transvestiten sind die Zielscheibe der Gewalt: 188 schwule Männer und 128 Transvestiten wurden 2012 in Brasilien ermordet, so „Grupo Gay di Bahia“ Lediglich 5 Prozent der Opfer waren Lesben.

Verglichen mit dem Vorjahr bedeutet diese Zahl einen Anstieg von 27 Prozent: Im Jahr 2011 zählte die Organisation 266 Morde. Und die Zahl könnte noch höher sein, da die Dunkelziffer solcher Hass-Verbrechen nicht bekannt ist.