Maulkorb für homo-hetzenden Priester zu Ostern

Eine bescheidene Reaktion gibt es von der Diözese Graz-Seckau zu den neuen Äußerungen des südsteirischen Pfarrers Karl Tropper. Sie verhängte über den Priester ein Predigtverbot zu Ostern – vorzeitig in den Ruhestand geschickt wird er allerdings nicht.

Tropper habe sich „besonders zu den gewiss wichtigen Themen ‚Homosexualität‘ und ‚Islam‘ wiederholt unzumutbar vereinfachend und in einem verhetzenden Ton geäußert“, teilte die Diözese in einer Aussendung mit. Deshalb gebe es für Tropper zu Ostern ein Predigtverbot.

„Um in der kommenden Karwoche die zentrale Botschaft von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi nicht durch Konflikte zu verdunkeln, wird Generalvikar Heinrich Schnuderl die liturgischen Feiern von Palmsonntag bis Ostersonntag in der Pfarre St. Veit am Vogau leiten“, so Georg Plank, Pressesprecher der Diözese.

Ende August soll der 75-jährige Pfarrer in Pension gehen, daran hält die Diözese Graz-Seckau nach wie vor fest. Ob es noch weitere Maßnahmen gegen den hetzenden Priester geben werde, weiß man im bischöflichen Palais noch nicht. Integrationslandesrätin Bettina Vollath begrüßte die „klare Botschaft“ der Diözese.

Die Anti-Diskriminierungsstelle des Landes Steiermark überlegt rechtliche Schritte gegen Tropper. Bisher gab es zwei Anzeigen gegen Tropper wegen Verdachts der Verhetzung bei der Staatsanwaltschaft Graz; Vom April 2012, eingebracht von den Rosalila PantherInnen und vom Februar 2013, eingebracht von PantherInnen-Obmann Kurt Zernig persönlich. Die Erhebungen wurden allerdings eingestellt – unter anderem, weil Tropper nicht konkret zur Gewalt aufrufe, so die Staatsanwaltschaft.