Auch Peter Altmaier gegen ’schrille Minderheiten‘

In Deutschland gibt es eine Groteske um den deutschen Umweltminister Peter Altmaier von der CDU. Obwohl seine sexuelle Orientierung selbst ein offenes Geheimnis im politischen Berlin ist, warnt er seine Partei, „schrillen Einzelgruppen“ hinterherzulaufen.

In einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ am Montag warnte Altmaier seine Partei davor, einen „Lager- oder Stammwähler-Wahlkampf“ zu betreiben. Und ergänzt: „Man sollte aber auch nicht schrillen Einzelgruppen hinterherlaufen“. Damit bezieht er sich auf CSU-Generalsekretär Alexander Dobrint. Der politische Scharfmacher aus Bayern hatte damit in einem Interview in der „Welt“ Mitte März Schwule und Lesben gemeint.

Weiters meinte Altmeier in dem Interview, die christlich-soziale CDU solle einen Anspruch formulieren, „der für eine Mehrheit der Menschen akzeptabel ist“ – was zwischen den Zeilen eine Ablehnung der Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule bedeutet.

Einen Tag später rudert der Umweltminister zurück: „Wer mir unterstellt, ich hätte mit ’schrillen Einzelinteressen‘ zum Beispiel gleichgeschlechtliche Partnerschaften gemeint, liegt voll daneben“, erklärte Altmeier auf Twitter. Mit den „schrillen Einzelinteressen“ meinte er „die, die Politik nur unter dem Gesichtspunkt persönlicher Betroffenheit und Interessen sehen“ – dazu gehörten „Pressuregroups, die ihre Zustimmung zu einer Partei meist nur von einer einzigen Frage abhängig machen, egal, ob Steuersenkung, Verhinderung einzelner Projekte (S21) oder Erfüllung dezidierter Forderungen“ – ein deutlicher Seitenhieb auf die deutschen Grünen.