Französischer Senat stimmt für Ehe-Öffnung

In Frankreich hat jetzt auch der Senat dafür gestimmt, die Ehe für Lesben und Schwule zu öffnen. Nach einer zehnstündigen Debatte stimmten 179 Senatoren für die Homoehe, 157 dagegen. Die Nationalversammlung hat bereits Mitte Februar mit deutlicher Mehrheit für die Ehe-Öffnung gestimmt. Damit rückt die Umsetzung eines der wichtigsten Wahlversprechen von Präsident François Hollande näher. Gegen die Gesetzesvorlage der Regierung hatte es in Frankreich massive Proteste gegeben.

Endgültig beschlossen ist die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare allerdings erst, wenn das Parlament das gesamte Gleichstellungsgesetz verabschiedet hat. Dieser Entwurf sieht auch ein Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare vor. Besonders dieser Teil der Reform ist in der Bevölkerung umstritten. Die Ehe-Öffnung selbst genießt unter den Franzosen große Zustimmung.

Bereits seit 1999 können homo- und heterosexuelle Paare in Frankreich einen Zivilpakt (PACS) eingehen, der aber verglichen mit der Eingetragenen Partnerschaft in Österreich deutlich weniger Rechte und Pflichten hat. Durch die Öffnung der Ehe sollen schwule und lesbische Paare auf nahezu allen Ebenen mit heterosexuellen Paaren gleichgestellt werden.