Keine Homo-Ehe in Nordirland

Nordirland wird die Ehe vorübergehend nicht für Lesben und Schwule öffnen. Eine entsprechender Antrag im Parlament von Belfast wurde mit 53:42 Stimmen abgelehnt. Damit ist Nordirland der einzige Teil des Vereinigten Königreichs, in dem Lesben und Schwule ihre Partnerschaft nicht registrieren können.

Dagegen war vor allem die Britannien-treuen Democratic Unionists. Sie haben fast geschlossen gegen den Antrag der Irland zugewandten Sinn Fein gestimmt. Im Zuge der Debatte gab es vor dem Parlament Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern.

Caitriona Ruane, Abgeordnete von Sinn Fein, kann die Ablehnung der Unionisten nicht verstehen: „Die Einstellungen in Irland ändern sich, weil die Menschen nicht mehr diskriminiert werden wollen. Die schwul-lesbische Community hat gesagt, genug ist genug – sie stehen für ihre Rechte und ihre Gemeinschaft ein“.

Peter Weir von der Unionist Party erklärt, warum seine Partei den Antrag abgelegt hat: Nordirland habe wichtigere Probleme wie das Wirtschaftswachstum.