Delaware ist der Öffnung der Ehe einen großen Schritt näher

Und wieder ist die Öffnung der Ehe in einem US-Bundesstaat einen großen Schritt weiter: Ein Senatsausschuss in Delaware hat beschlossen, ein Gesetz zur Öffnung der Ehe an den Senat des Bundesstaats weiterzuleiten.

Ob der Senat von Delaware am Dienstag zustimmt, ist nicht sicher. Unterstützer der Ehe-Öffnung sind aber vorsichtig optimistisch. Das Repräsentantenhaus des Bundesstaates hat den Entwurf bereits mit 23 zu 18 Stimmen angenommen.

Der Gouverneur von Delaware, Jack Markell, hat angekündigt, ein entsprechendes Gesetz unterschreiben zu wollen. Damit wäre Delaware nach Rhode Island der elfte US-Bundesstaat, der die Ehe für Lesben und Schwule öffnet.

Pfarrerin gegen Homo-Ehe, größter Arbeitgeber dafür

Die Debatte im Ausschuss war sehr kontroversiell: Eine der eingeladenen Expertinnen, eine Pfarrerin, erklärte Gott habe Homosexualität „ausgekotzt“. Einer Meinung, der sich die Abgeordneten nicht anschließen konnten: Der Entwurf wurde mit 4:2 Stimmen angenommen.

Unterstützung für die Öffnung der Ehe kommt hingegen auch aus der Wirtschaft. Der Konzern DuPont, einer der größten Arbeitgeber in Delaware, hat sich bei der Anhörung für den Gesetzesentwurf ausgesprochen. Die Ehe nicht für schwule und lesbische Paare geöffnet zu haben könne ein Nachteil bei der Rekrutierung fähiger Mitarbeiter sein, argumentierte DuPont.