Mohamadou Idrissou entschuldigt sich bei schwulen Fans

Der Stürmer Mohamadou Idrissou hat sich für seine schwulenfeindlichen Aussagen entschuldigt, die er letzte Woche nach dem Spiel gegen Energie Cottbus gemacht hat. In einem Brief an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und einem Besuch beim schwul-lesbischen Fanclub des 1. FC Kaiserslautern bittet er um Verzeihung.

„Bei meinen Aussagen ging es zu keinem Zeitpunkt um schwul sein oder Schwulenfeindlichkeit. Ich bin weder schwulen- noch homosexuellenfeindlich und werde mich niemals dementsprechend intern oder in der Öffentlichkeit äußern. Ich respektiere die freie sexuelle Orientierung jeder Person“, so Idrissou in seinem Brief an den DFB.

Der Kameruner hatte sich im Interview nach dem Spiel über den Schiedsrichter beschwert: „Er hat zu mir gesagt, deine Körpersprache gefällt mir nicht. Ich bin nicht schwul. Meine Körpersprache ist eine richtige Männerkörpersprache. Ich werde auch nicht schwul, das ist sein Problem“, sagte er im Pay-TV-Sender „Sky“.

Dass ihm diese Aussagen leid tun, bekräftigte er auch in einem Treffen mit den Queer Devils, dem schwul-lesbischen Fanclub des 1. FC Kaiserslautern. Die Initiative zu dem Treffen ging von Idrissou selbst aus, berichtet Queer Devils-Vorsitzende Matthias Gehring dem Newsportal „queer.de“.

„Mir ist es völlig egal, ob jemand schwul ist oder hetero. Ich lebe nach dem Motto, dass jeder so leben soll, wie er möchte“, so der 33-Jährige, der selbst „viele schwule Freunde“ habe. In dem Gespräch erzählte Idrissou auch über die Situation von Lesben und Schwulen in seiner Heimat Kamerun.