Schwuler Bursche mit Bierflaschen vergewaltigt und erschlagen

In Russland soll ein 23-Jähriger erschlagen worden sein, weil er schwul ist. Die übel zugerichtete Leiche des Burschen wurde im Hof eines Hauses in Wolgograd im Süden des Landes entdeckt.

Verletzungen an den Genitalien, Schädel mit Stein eingeschlagen

Die Leiche des jungen Mannes wies zahlreiche Verletzungen auf: Sein Schädel wurde mit einem Stein zertrümmert, er wurde mit mehreren Bierflaschen vergewaltigt und seine Genitalien wiesen schwere Verletzungen auf.

Sein Verbrechen: Er hat einigen Burschen gesagt, dass er schwul sei. Mit seinen Begleitern soll er bei den Feierlichkeiten zum Ende des 2. Weltkriegs etwas getrunken haben.

Nach dem Outing des 23-Jährigen schlugen ein 22-Jähriger und sein 27-jähriger Begleiter auf ihn ein. Sie konnten mittlerweile festgenommen werden. Mordermittlungen wurden eingeleitet. Einer der beiden Männer soll bereits amtsbekannt sein. Ein 21-Jähriger gilt als Zeuge.

Trauriger Höhepunkt der Schwulen-Hetze

Homophobie ist in Russland weit verbreitet: Erst 1993 wurde Homosexualität als Straftatbestand gestrichen, seit 1999 ist sie offiziell keine psychische Störung mehr.

Trotzdem wächst die Ablehnung von Lesben und Schwulen in der russischen Gesellschaft: 22 Prozent der Bevölkerung sind für eine „Zwangsheilung“, 5 Prozent sogar für eine Liquidierung von Homosexuellen.

Die Partei von Präsident Wladimir Putin nutzt dies zur Stimmenmaximierung: Politiker von „Einiges Russland“ haben in mehreren russischen Provinzen Gesetze durchgeboxt, die Homosexualität aus der Öffentlichkeit verbannen – unter anderem in St. Petersburg. Ein ähnliches Gesetz wird derzeit für ganz Russland diskutiert.