Wieder Schwulen- und Lesbenparade in Havanna

In der kubanischen Hauptstadt Havanna sind am Samstag rund 500 Menschen für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgender auf die Straße gegangen. Angeführt wurde der Zug von Mariela Castro, der Tochter von Präsident Raúl Castro.

Anlass für die Demonstration war der internationale Tag gegen Homophobie, der am 17. Mai begangen wird. Die Demonstranten zogen mit Fahnen und Transparenten durch das Stadtzentrum. Einen ähnlichen Umzug gab es bereits im Vorjahr.

Mariela Castro, die auch Direktorin des Nationalen Zentrums für Sexualerziehung ist, forderte bei der Veranstaltung einen offenen Dialog und einen Kampf gegen Vorurteile. Weiters sagte sie, gleichgeschlechtliche Partnerschaften müssten in Kuba rechtlich anerkannt werden. Sie sei zuversichtlich, dass das Parlament des Inselstaats bald darüber beraten werde. Castro ist selbst Abgeordnete.