Schwule in den USA haben immer weniger Sexualpartner

Sie heiraten wie Heteros, ziehen Kinder groß wie Heteros – und haben auch das gleich langweilige Sexualleben wie Heteros. Schwule Männer in den USA haben immer weniger Sexualpartner, fand eine aktuelle Studie heraus.

Die Wissenschaftler verglichen Daten von schwulen Männern zwischen 15 und 44 Jahren aus den Jahren 2002 bis 2010 und fanden heraus, dass die Zahl der Sexualpartner, die sie im letzten Jahr hatten, statistisch signifikant sank.

So hatten schwule Männer unter 24 im Jahr 2002 statistisch noch 2,9 verschiedene Sexualpartner, im Jahr 2010 waren es nur mehr 2,1. Insgesamt fiel die Zahl von 2,9 auf 2,3 Sexpartner im letzten Jahr.

Vor allem am Land weniger Sexualpartner

Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass schwule Männer außerhalb der Großstädte ihre Sexualpartner weniger oft wechseln als früher. Innerhalb der Metropolen blieb der Wert zwischen 2002 und 2010 gleich.

Ebenfalls unverändert blieb die Zahl der Männer, die Kondome verwendeten: 58 Prozent der Befragten hatten ihren letzten Sex ohne Kondom, und nur 41 Prozent hatten einen aktuellen HIV-Test. Die Zahl der Männer, die noch nie einen HIV-Test gemacht haben, sank allerdings von 25 auf 15 Prozent.

Auch Sex mit Drogen ist rückläufig

Dafür dürfte schwuler Sex in den USA immer häufiger ohne Drogen ablaufen: Die Zahl der Männer, die Sex im Tausch gegen Geld oder Drogen hatten, fiel von 15 auf 3 Prozent. Und Sex mit einer Droge, die gespritzt wurde, hatten 2010 nur mehr 5 Prozent der Befragten, verglichen mit 12 Prozent im Jahr 2002.

Bisexualität scheint der Umfrage hingegen aus der Mode zu kommen: Gaben im Jahr 2002 noch 38 Prozent an, auch Sex mit Frauen zu haben, waren es 2010 nur mehr 25 Prozent.