Unterstützen USA und UNO Homo-Heiler in Äthiopien?

Die US-Botschaft in Äthiopien und das HIV-Programm der Vereinten Nationen, UNAIDS, sollen eine Organisation unterstützen, die sich dafür einsetzt, dass Lesben und Schwule künftig der Todesstrafe ausgesetzt sind.

Offiziell kümmert sich die „Bright Children Voluntary Association“ (BCVA) um das Wohl der Kinder in Äthiopien. Ihr Vorsitzender, Sultan Muhe, war aber auch Teilnehmer einer Konferenz evangelikaler Christen, die die Einführung der Todesstrafe in Äthiopien forderte.

Leiter einer Kinderschutz-Organisation wurde „geheilt“

Bei der Konferenz erzählte er, als Kind von einer Gruppe Männer vergewaltigt worden zu sein. Diese Erfahrung „machte“ ihn sowohl schwul als auch zu einem Stricher. Allerdings behauptet er, von seiner Homosexualität „geheilt“ worden zu sein. Nun propagiert er die „Heilung“ von Lesben und Schwulen – eine Maßnahme die von seriösen Psychologen aufs Schärfste verurteilt wird.

Auf dem Kongress sagte Muhe: „Homosexualität sollte auf jede mögliche Weise unterbunden werden und die Regierung sollte alles tun, was nötig ist, um sie zu stoppen.“

Kein Problem mit Todesstrafe für Homosexuelle

Eine weitere Gruppe, die auf dem Kongress war, machte klar, was das alles sein kann: Man mache Fortschritte, den Staat davon zu überzeugen, die Todesstrafe für homosexuelle Handlungen einzuführen, erklärte ein Vertreter des äthiopischen „Interreligiösen Rats gegen Homosexualität“ (EICAH).

Besonders bedenklich: die „Bright Children Voluntary Association“ (BCVA) von Sultan Muhe wird Medienberichten zufolge sowohl von der US-Botschaft in Addis Abeba als auch von UNAIDS unterstützt. Offenbar konnte Muhe die Geldgeber über seine wahren Absichten täuschen.