Angst vor Meningitis-Epidemie unter Schwulen in New York

In New York geht unter schwulen Männern die Angst vor einer Meningitis-Epidemie um. Das Gesundheitsamt der Stadt empfiehlt inzwischen Männern, die wechselnde Sexualpartner haben, eine Impfung gegen die durch Bakterien übertragene Hirnhautentzündung.

Jedes Jahr mehr Infektionen

Die Zahl der Infektionen steigt langsam, aber stetig: Seit 2010 haben sich 22 Männer in New York mit Meningitis angesteckt, sieben davon starben. Mehr als die Hälfte davon, nämlich 13, wurden im letzten Jahr entdeckt. Und auch heuer gibt es bereits vier neue Infektionen unter New Yorker Schwulen.

Die Behörden rechnen aber mit einer weiteren Steigerung der Meningitis-Neuinfektionen. Deshalb gab es nun eine deutliche Warnung: Man rät Männern, „unabhängig von ihrem HIV-Status, die regelmäßig intimen Kontakt mit anderen Männern durch eine Webseite, App oder in einer Bar beziehungsweise bei einer Party haben“ zu einer Schutzimpfung gegen die Gehirnhautentzündung.

Warnungen wurden ausgedehnt

Bereits zuvor gab es spezifische Warnungen für homosexuelle HIV-Positive Männer aus Brooklyn. Doch mittlerweile wurden auch in anderen Stadtteilen Meningitis-Infektionen unter schwulen Männern gemeldet.

Meningitis wird durch Kontakt, darunter Küssen übertragen. Doch auch das Teilen von Objekten wie Gläsern kann für eine Ansteckung reichen. Wird die Gehirnhautentzündung nicht sofort nach der Infektion behandelt, kann sie tödlich sein. Innerhalb weniger Tage treten die ersten Symptome auf,, darunter ein steifer Nacken, hohes Fieber, Kopfschmerzen oder Hautausschläge.