„United in Pride“: Das bringt die Vienna Pride dieses Jahr

Pride Village um zwei Tage verlängert, Gemeinsamkeit sorgt für Sichtbarkeit

Regenbogenflagge
Kevin Wong/Flickr - CC BY 2.0

Auch dieses Jahr gibt es in Wien wieder die „Vienna Pride“. Sie findet heuer von 11.-16. Juni unter dem Titel „United in Pride“ statt. Höhepunkte sind auch heuer wieder die Regenbogenparade am 15. Juni auf der Wiener Ringstraße und das Pride Village am Wiener Heldenplatz.

Gemeinsamkeiten sollen betont werden

Das Motto „United in Pride“ soll die Gemeinsamkeiten aller Organisationen der schwul-lesbischen und transgender Community herausstreichen: Denn nur geschlossen sorgt die Community für Sichtbarkeit, so die Veranstalter.

Man möchte aber auch einen Blick über die Grenzen werfen. Gewalttätige Ausschreitungen bei Lesben- und Schwulenparaden gibt es schließlich nicht nur in Moskau, sondern auch vor unserer Haustüre: „In Nachbarstaaten wie der Slowakei fürchten die Paraden-Veranstalter Übergriffe“, erklärt Ewa Dziedzic vom Verein CSD Vienna. Dem entsprechend will sich die Vienna Pride auch als „Solidaritätsveranstaltung mit unseren Freunden in aller Welt“ verstanden wissen, erklärt HOSI-Wien-Obmann Christian Högl.

„In Wien ist kein Platz für Diskriminierung“

„Wien zeigt vor, dass in einer weltoffenen Stadt kein Platz für Diskriminierung ist. Dazu trägt auch Vienna Pride bei“, erklärt die Grüne Gemeinderätin Jennifer Kickert. Und die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger von der SPÖ erläutert: „„Dass die Regenbogenparade jedes Jahr im Herzen Wiens stattfindet, zeigt welch wichtigen Platz Sichtbarkeit und Vielfalt für die Stadt haben. Heuer wird die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen 15 Jahre alt. Unser Ziel bleibt weiterhin die völlige Gleichstellung ohne Gleichmacherei – egal ob schwul, lesbisch, bi, hetero oder trans.“

Pride Village am Heldenplatz um zwei Tage verlängert

Und auch nach der Parade wird weitergefeiert: „Neben politischen Statements und der Prämierung der besten Paradenbeiträge gibt es Auftritte von Künstlern aus Österreich, Brasilien, Kopenhagen und London“, freut sich Cécile Balbous von der HOSI Wien auf das Programm der Pride Celebration beim Prinz-Eugen-Denkmal am Heldenplatz.

Auch am Tag nach der Parade geht das Feiern weiter: Im dritten Jahr seines Bestehens wird das Pride Village erstmals sechs statt vier Tage aufgebaut sein. Erstmals ist für den Sonntag auch ein Frühschoppen geplant.