Gay Travel Index: Schweden hui, Ägypten pfui

Schwule und Lesben sind für die Tourismuswirtschaft eine beliebte Zielgruppe. Doch nicht überall sind Homosexuelle Willkommen. Der „Gay Travel Index“ möchte hier Abhilfe schaffen.

Nicht nur „harte Fakten“, sondern auch tatsächliche Akzeptanz

Herausgegeben wird der Index vom bekannten schwulen Reiseführer „Spartacus“ aus dem Bruno Gmünder Verlag. Er gibt eine umfassende Übersicht über die gesetzliche Lage und die Akzeptanz von Lesben und Schwulen in 138 Reiseländern – es fließen also auch Beobachtungen über die Einstellung der Bevölkerung mit in das Urteil ein.

Auf keinen Fall für Lesben und Schwule zu empfehlen sind der Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate, Nigeria und auch Ägypten. Denn in diesem Ländern steht auf homosexuelle Handlungen die Todesstrafe. In über 30 weiteren Ländern ist Homosexualität illegal. In Russland, dem schwulenfeindlichsten Land Europas, aber auch in Jordanien und in klassischen Urlaubsregionen wie Jamaika, Madagaskar und den Bahamas werden Schwule und Lesben wegen ihrer sexuellen Orientierung immer wieder ermordet.

Schwulenfeindliche Tendenzen in den USA

Oft gibt es aber auch einen Unterschied zwischen der Rechtslage und der Einstellung der Bevölkerung. Der Spartacus Gay Travel Index sieht in gut 100 Ländern schwulenfeindliche Tendenzen unter Einheimischen, zum Beispiel in den USA, Griechenland oder Portugal. Die liberalsten Länder sind der Erhebung zufolge hingegen Schweden, Belgien, Frankreich, die Niederlande, Großbritannien und Kanada.

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