12.000 Euro Strafe für russische Lesben- und Schwulenorganisation

In St. Petersburg wurde eine Organisation, die sich für die Rechte von Lesben und Schwulen einsetzt, aufgrund des international kritisierten „Agentengesetzes“ verurteilt. Die Organisation „Wichod“ muss nun 500.000 Rubel, das sind fast 12.000 Euro, Strafe zahlen.

Homo-Organisation für Gericht „ausländische Agenten“

Nach dem Gesetz, das Ende 2012 eingeführt wurde, müssen sich Nicht-Regierungsorganisationen, die Spenden aus dem Ausland erhalten, sich in ein „Register ausländischer Agenten“ eintragen.

Das hat Wichod nach Ansicht des Gerichts verabsäumt. „Wir werden Widerspruch einlegen, denn Wichod ist eine wohltätige und keine politische Organisation“, sagte die Sprecherin der Gruppe, Olga Lenkowa.

Lage für Lesben und Schwule in Russland verschlechtert sich

Homosexualität ist in Russland sehr kontrovers: Zuletzt hat die Staatsduma ein Gesetz verabschiedet, das „zum Schutz der Kinder“ das Thema Homosexualität aus der Öffentlichkeit verbannt. Ähnliche Gesetze gibt es schon in anderen russischen Regionen, zum Beispiel St. Petersburg.

Außerdem hat das Unterhaus am Dienstag einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der die Adoption russischer Waisenkinder durch Bürger aus Ländern, in denen die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet wurde, strengen Auflagen unterwirft.